Umweltveränderungen vorhersagen
Die verfügbare Rechnerleistung verbietet zur Zeit die explizite Darstellung aller wesentlichen Prozesse in der Natur. Sie müssen stark vereinfacht in das Modell aufgenommen, d.h. parametrisiert werden. Diese Vorarbeiten erfordern ein aus Daten und Experimenten gewonnenes umfassendes Prozessverständnis. Im ZMK ist die Expertise vereinigt, um die vielfältigen Schritte zur Erstellung von Erdsystemmodellen zu leisten. Ihre Anwendung in Szenarien zukünftiger globaler und regionaler Veränderungen soll erlauben, die Auswirkungen des Globalen Wandels auf regionaler Skala, z.B. Europa, abzuschätzen. Auf dieser Basis lassen sich Strategien für das Management einer sich verändernden Umwelt entwickeln.
Erdsystem-Management
Erdsystemforschung ist nicht allein durch wissenschaftliche Neugierde getrieben, sondern dient konkret der Erhaltung und Verbesserung der Lebensbedingungen. Hier werden insbesondere die Auswirkungen von Einflüssen des Menschen auf seine Umwelt untersucht und mit Hilfe von Beobachtungsdaten und einer Hierarchie von Modellen bewertet. Wissenschaftler des ZMK untersuchen globale Klimaveränderungen ebenso wie regionale und lokale Effekte von Umweltverschmutzung und Ausbeutung natürlicher mariner Ressourcen. Weiterhin werden Frühwarnsysteme für natürliche Katastrophen entwickelt. Einige dieser Phänomene sind von langfristiger Natur, andere sind nur von kurzer Dauer. Dies erfordert eine den betrachteten Skalen angepasste Modellkette. Ein spezifisches Problem lässt sich hiermit in größerem oder kleinerem Kontext untersuchen und darstellen.
Umwelt-Management
Die Forschung am ZMAW ist für gesellschaftspolitische Planungen und Entscheidungen unmittelbar relevant und dient der Entwicklung eines nachhaltigen Umweltmanagements. Das ZMAW sucht aktiv den Dialog mit der Öffentlichkeit und den Entscheidungsträgern in Politik und Gesellschaft, um eine wissenschaftlich fundierte Abwägung der Folgen alternativer Strategien in die Diskussion einzubringen.








