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Sieger des Jugendmeereswettbewerbs „Forschen auf See 2006“ warnen vor den Folgen des Klimawandels für die Ozeane

 

 

Hamburg, 17.10.2006. Der Klimawandel und eine erhöhte UV-Strahlung können maßgebliche Auswirkungen auf Meeresbewohner haben. Zu diesem Ergebnis kommt das Gewinnerteam vom Dietrich Bonhoeffer Gymnasium beim Meereswettbewerb „Forschen auf See“, den das Zentrum für Marine und Atmosphärische Wissenschaften (ZMAW) in Hamburg in diesem Jahr zum zweiten Mal veranstaltete. Im Rahmen der Preisverleihung (am 17.11.2007) lobt Prof. Dr. Martin Claußen, Sprecher des Zentrums für Marine und Atmosphärische Wissenschaften und Direktor am Max Planck Institut für Meteorologie die Motivation der fünf Schülerteams, sich für das komplexe und experimentell sehr anspruchsvolle Themengebiet „Klimawandel“ entschieden zu haben: „Die wissenschaftliche Qualität der Forschungsprojekte und der außergewöhnliche Einsatz bei den Forschungsexpeditionen in der Nordsee an Bord des Hamburger Forschungsschiffes ALDEBARAN sind beispielhaft.“ Für jeweils eine Woche durften die Schüler unter Anleitung eines Wissenschaftlers an Bord des Forschungs- und Medienschiffes ALDEBARAN ihr eigenes Forschungsprojekt realisieren.

Das Siegerteam vom Dietrich Bonhoeffer Gymnasium (Kira Feldmann und Sören Strohecker) wird für ihre beste wissenschaftliche Arbeit mit dem ersten Preis geehrt. Unter der Anleitung des Hamburger Algenforschers Prof. Dr. Dieter Hanelt von der Universität Hamburg fanden sie heraus, dass Algen gestresst auf UV-Strahlung reagieren und heimische Algen bei dauerhaft verschlechterten Umweltbedingungen bedroht sind. Doch die Nachwuchsforscher fanden auch, dass Algen die Fähigkeit besitzen, sich von zu viel UV-Strahlung wieder zu erholen. Kira und Sören rufen in diesem Sinne die Wissenschaftler vom ZMAW zu einer weiteren Bearbeitung der von ihnen erarbeiteten Forschungszusammenhänge auf, um die Meere und ihre Bewohner zukünftig besser zu schützen! Die Schüler gewinnen als ersten Preis wertvolle Bücher und eine Ausfahrt mit dem Hamburger „Highflyer“. Für alle weiteren Gewinnerteams gibt es ebenfalls spannende Meeresliteratur und Bildbände, die vom Delius Klasing-Verlag für die Schüler zur Verfügung gestellt wurden.

Den zweiten Platz beim diesjährigen Meerswettbewerb belegte das Schülerteam des Hamburger Luisen Gymnasiums. Die vier Schüler und Schülerinnen untersuchten die unterschiedlichen CO2-Gehalte in Brack- und Salzwasser und fanden heraus, dass der CO2-Gehalt in der Elbe besonders hoch ist. Diese Gruppe wurde von dem renommierten Klimaforscher Prof. Dr. Hartmut Graßl begleitet, der begeistert ist, dass das Hauptinteresse dieses Jahr den Folgen des Klimawandels auf die Meere galt.

Ende Oktober präsentierten die fünf Schülerteams ihre Ergebnisse vor einer Jury des Zentrums für Marine und Atmosphärische Wissenschaften und berichteten von ihren ersten wissenschaftlichen Erfahrungen an Bord mit Bildern von Unterwasserkameras und Mikroskopkameras, die sie im Labor der ALDEBARAN herstellten. Damit gewannen die Nachwuchsforscher einen ersten und unvergessenen Einblick in die heimischen Gewässer. Etwa die Hälfte der Teilnehmer des Meereswettbewerbes möchte, motiviert durch den Wettbewerb, später einmal einen wissenschaftlichen Beruf ergreifen. Die Schüler zu Hause konnten Dank der besonderen medialen Ausstattung der ALDEBARAN die Forschungsexpeditionen über zahlreiche Reportagen im Fernsehen und Radio zu Hause miterleben.

Mit ihren Forschungsexpeditionen leisten die Schüler einen großen Beitrag zum Verständnis, Erforschung  und Erhaltung des größten und wichtigsten Ökosystems der Erde. Einige der Ergebnisse der Schüler fließen sogar in die laufenden Arbeiten des ZMAW, um dort wissenschaftlich weiter verwertet zu werden. Der Wettbewerb „Forschen auf See“ fand in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft der Hamburger Senatorin für Bildung und Sport, Alexandra Dinges-Dierig, statt.

Der Wettbewerb „Forschen auf See“ wird über Sponsoren und mit Mitteln der Universität Hamburg finanziert und soll im kommenden Jahr erstmals in ganz Norddeutschland ausgeschrieben werden! Die Ausschreibung für „Forschen auf See 2007“ erfolgt in Kürze online im Internet unter www.meereswettbewerb.de.

 

Weitere Informationen über:

www.meereswettbewerb.de

www.zmaw.org

www.aldebaran.org

ALDEBARAN Marine Research & Broadcast

Deichstrasse 48-50, D-20459 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 32 57 21 -  0

Fax: +49 (0) 40 32 57 21 - 21

buero(at)aldebaran.org

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