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Eisschmelze dramatischer als befürchtet

Die Eisschmelze im Arktischen Ozean hat sich dramatisch beschleunigt und verläuft deutlich schneller als befürchtet, berichten dänische und deutsche Wissenschaftler von der Technischen Universität Kopenhagen (DTU) bzw. vom ZMAW. Derzeit sind weniger als 3 Mill. km2 des Arktischen Ozeans eisbedeckt. Lars Kaleschke vom Institut für Meereskunde hat noch vor einem Monat ein Minimum der Eisausdehnung von 3.5 Mill. km2 prognostiziert. Der jetzige Wert stellt zumindest seit Beginn der Satellitenbeobachtung vor 35 Jahren ein Rekordminimum dar. In den vergangenen fünf Jahren schrumpfte das Eis am Nordpol nicht unter 4 Mill. km2 und in den 1990er Jahren waren es auch im Sommer immer noch mindestens 4.7 Mill. km2.

 
 

 

Das Schmelzen der vereisten Polkappen gilt als wichtiges Alarmsignal für den Klimawandel. An den Polregionen der Erde lassen sich die Folgen der globalen Erwärmung besonders gut beobachten, weil sich die Effekte dort noch verstärken, so Lars Kaleschke in einem Interview mit dem Abendblatt. Nach den DTU Berechnungen sind, verglichen mit dem bisher eisärmsten Arktis-Sommer 2005, mehr als 1 Mill. km2 Eis zusätzlich verschwunden. Im Vergleich zum durchschnittlichen Vorkommen der Jahre 1978 bis 2000 ist die Eisfläche um 2.5 Mill. km2 und damit um 40-45 % geschrumpft. Damit ist eine Eisfläche von der Größe Westeuropas in weniger als zehn Jahren verschwunden.

 

Kontakt:

Prof. Dr. Lars Kaleschke
Institut für Meereskunde, Uni Hamburg, ZMAW
Bundesstraße 53, 20146 Hamburg
Tel.: 040 42838 6518
www.ifm.uni-hamburg.de

 

 

 

 

 

 

 

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